Google Shopping Ads – alles was du wissen musst

Google Shopping Ads
Google Shopping Ads

Google Shopping Ads sind wohl einer der meistgenutzten Werbeformen im Netz. Aufgrund ihrer simplen Aufmachung werden alle Informationen auf einem Blick angezeigt, ohne dass der Nutzer auf die Website klicken muss. 

Doch eigentlich wird in der Werbewelt immer von Individualität und Kreativität gesprochen. Google Shopping Ads hingegen unterscheiden sich kaum voneinander. Warum sie trotzdem zum Pflichtaufgebot in jedem Marketing Mix gehören, wie viel sie kosten und mit welchen Tipps du dich von der Konkurrenz abhebst, erfährst du in diesem Blogbeitrag. 


Was sind Google Shopping Ads?

Google Shopping Ads sind Werbeanzeigen, die bei Google Shopping aufgelistet werden. Dabei werden Produkte sowie eine Such- und Vergleichsfunktion angeboten. Obwohl Google Shopping kein Onlineshop ist und lediglich zum Anzeigen und zum Weiterleiten auf die jeweiligen Produktseiten dient, liefern die Anzeigen einen erheblichen Mehrwert für dein Unternehmen. 

Durch die einfache Auflistung können die Nutzer Produkte schnell vergleichen, da alle relevanten Informationen wie das Produktbild, Preis und Versand auf einen Blick sichtbar sind. 


Aufbau von Google Shopping Ads

Google Shopping Ads sind sehr einfach aufgebaut. Sie sollen einen schnellen Überblick erzeugen und sind somit entindividualisiert von der Marke. Folgende Bestandteile gehören zur Google Shopping Ad: 

 

  • Bild: Ganz oben ist das Bild des Produktes zu sehen. Je nach Produkt kann es 16:9, 1:1 oder 4:5 sein.

     

  • Titel: Anschließend folgt der zweizeilige Name des Produkts, der aufgrund des Google Layouts meist nicht vollständig zu sehen ist. Dieser besteht aus maximal 70 Zeichen.

     

  • Preis: Der Preis gibt selbsterklärend an, für wie viel Geld das Produkt zu erwerben ist. Dieser wird immer Brutto angegeben, um die Vergleichbarkeit mit anderen Händlern zu ermöglichen.

     

  • Versand: Der Versand gibt an, ob für den Transport der Ware Geld verlangt wird und in welcher Höhe.

     

  • Markenname: Darunter steht der Markenname, welcher das Unternehmen benennt, von dem das Produkt ist bzw. wo es verkauft wird. 

 

Lohnen sich Google Shopping Ads wirklich?

Aufgrund der nicht sonderlich ästhetischen Aufmachung der Werbeanzeigen stellt sich natürlich die Frage, ob die Werbekosten für Google Shopping Ads sich wirklich lohnen. Immerhin wird viel Geld in Kampagnenshootings gesteckt, die letztendlich von Google nicht verwendet werden. Google Shopping Ads bringen einige Vor- und Nachteile mit sich, die im Folgenden aufgelistet werden. 


Vorteile

Mehr Sichtbarkeit und Reichweite

Durch das Eingeben bestimmter Keywords, werden dementsprechende Produkte angezeigt. Somit erhöht sich die Sichtbarkeit der Produkte. Das heißt, dass grundsätzlich erstmal jeder Nutzer, der ein entsprechendes Keyword bei Google eingibt, über deine Produkte schaut, auch wenn er gar nicht am Kauf interessiert ist. Dadurch erhöht sich auch die allgemeine Brand Awareness


Mehr Neukunden

Durch die eben angesprochene gewonnene Sichtbarkeit werden auch neue potenzielle Kunden auf dich aufmerksam, die nicht direkt nach deinem Onlineshop gesucht haben. Somit erweiterst du deinen Kundenstamm und erhöhst deine Verkaufszahlen. 


Höhere Conversion Rate

Durch die Weiterleitung auf die Website bzw. den Onlineshop erhöhen sich die Conversions. Diese zeigt das Verhältnis der Besucher einer Website zur Conversion, diese muss nicht zwingend ein Kauf oder eine Transaktion sein. Darunter können auch im Vorfeld festgelegte Ziele wie eine Anzahl an Downloads oder Newsletteranmeldungen sein. 


Wenig Aufwand

Mithilfe von Google Shopping Ads kannst du viele Artikel gleichzeitig bewerben und managen. Durch den Google Merchant Center und die einfache visuelle Aufmachung der Ads können deine Produkte ganz einfach über dein Shop System übertragen werden. Somit sind deine Anzeigen superschnell erstellt und übertragen und für dich entsteht so gut wie kein Aufwand. 


Kampagnensteuerung und -auswertung

Die produktbasierte Kampagnensteuerung und -auswertung bietet Unternehmen den Vorteil, die Performance einzeln beworbener Produkte nachzuvollziehen und wertvolle Daten zur Auswertung zu erheben. Darunter zählen zum Beispiel die Anzahl der Klicks, Werbekosten, Conversions und der Umsatz. 


Nachteile

Keine Keyword-Optionen

Bei Google Shopping Ads gibt es keine Keyword-Option. Dementsprechend ist ein Keyword Planning nicht direkt möglich und es kann dadurch zu Streuverlusten kommen. Google Shopping stellt im Keyword Planner zwar die Einsicht zum Suchvolumen und Preise für bestimmte Keywords zur Verfügung, allerdings können bestimmte Suchbegriffe gar keine Shopping Anzeigen auflisten. 


Direkter Wettbewerb mit der Konkurrenz

Durch die einfache und entindividualisierte Aufmachung der Google Shopping Ads herrscht ein reger Konkurrenzkampf. Da keine Marke individualisierte Produktbilder aus Kampagnen hochladen bzw. durch Layout die eigene Corporate Identity nutzen kann, sind alle gleichgestellt. Häufig sieht der Nutzer die Markennamen auch nicht vollständig, um nach Markenbekanntheit abzuwägen.


Strenge Richtlinien

Google Shopping wird nachgesagt, dass strenge Richtlinien herrschen, welche sich immer wieder ändern. Dementsprechend kann es häufig dazu kommen, dass bereits bestehende Ads gegen die Richtlinien verstoßen und somit deaktiviert werden. Den Überblick bei den ständigen Änderungen zu behalten, ist somit sehr aufwendig und zeitintensiv.


Kosten

Die Kosten von Google Shopping zu durchschauen, ist gar nicht so einfach. Denn die Kostenstruktur wurde so undurchsichtig gestaltet, dass nicht jeder potenzielle Nutzer von Google Shopping eine Kosten-Nutzen-Relation überblicken kann. Wie die Kostenstruktur funktioniert und ob potenzielle Nebenkosten hinzugezogen werden können, erklären wir dir im Folgenden. 


Kostenstruktur

Google Shopping arbeitet mit dem Cost-per-click System. Dementsprechend gibt jeder Händler ein Gebot ab. Je höher das Gebot, desto besser wird das Produkt gerankt. Allerdings ist unklar, wie viel die Konkurrenz bietet und somit entsteht ein anonymer Gebotswettbewerb. 

Eine weitere Rolle spielt die Relevanz. Bekanntere Marken werden automatisch eher angezeigt, damit Google den Nutzern so viel Qualität wie möglich in den Suchergebnissen bietet. 

Ein weiterer Faktor für den Preis ist die Ad an sich. Dabei wird bewertet, wie aktuell die Angaben der Anzeige sind und wie gut die Qualität der Überschriften und Beschreibungen ist. Außerdem spielen die Klickrate, Bewertungen und das gesuchte Keyword mit hinein. 

Im Durchschnitt kann man mit etwa 11% des Produktpreises für ein Google Shopping Ad rechnen. Dabei sind Abweichungen natürlich möglich. Deshalb sollte man mit rund 10-15% des Verkaufspreises rechnen. 


Nebenkosten

Google Shopping hält einige versteckte Nebenkosten bereit, die man nicht unterschätzen sollte. Durch die ständigen Änderungen der Richtlinien müssen fortlaufend Produktangaben überarbeitet und aktualisiert werden. Da das Zeit in Anspruch nimmt und vor allem Arbeitsaufwand, entstehen Kosten. 

Außerdem sollte die nötige eingebundene Expertise nicht vergessen werden. Eine gute Beratung und die Übernahme der Beschreibungen und Keywords erfordert meist externe Hilfe. Diese kümmert sich dann um die Auswahl und die Optimierung. Aber auch diese qualifizierte Hilfe kostet natürlich. 


Voraussetzungen

Zunächst musst du Besitzer eines Onlineshops sein, der Produkte verkauft. Hierbei liegt das Augenmerk auch wirklich auf „Produkte“, da Dienstleistungen nicht über Google Shopping Ads beworben werden können. Deine Produkte sollten außerdem den Richtlinien von Google entsprechen, damit du sie bewerben kannst. 

Neben einem Google-Konto, einem Ads-Konto wird auch ein aktiver Account im Merchant Center benötigt. Dieser ist der Verwalter die Datenbasis der Produkte und enthält alle Informationen wie Produktfotos und -beschreibungen. Ads-Konto und Merchant Center werden miteinander verknüpft, um den Datenaustausch zu gewährleisten.

Ganz wichtig ist die Rahmung in einem PLA (Product Listing Ads). Erst bei der Einrichtung einer PLA Kampagne mit Budget listet Google Shopping die Ads überhaupt. Hier gilt auch: Sobald das Budget ausgespielt ist, verschwinden die Produkte automatisch aus dem Katalog und werden demzufolge nicht mehr angezeigt. 

Außerdem solltest du Google Informationen über deine Produkte zur Verfügung stellen. Über das Produktfeed sollten Name, Preis, Beschreibung, Größe, Bild, etc. aufgelistet werden, damit Google diese verwenden kann. 


Tipps für Google Shopping Kampagnen

Google Shopping Ads bieten viele Vorteile, wie mehr Sichtbarkeit und eine höhere Reichweite. Dementsprechend lohnt es sich für Unternehmen, Google Shopping in den Marketing Mix zu integrieren. Aufgrund der Entindividualisierung unterscheiden sich die Anzeigen jedoch nicht. Im Folgenden präsentieren wir dir 4 Tipps, damit auch deine Ads ganz vorne ranken. 


1: Formalitäten beachten

Klingt nach einem simplen Tipp, ist aber sehr wichtig. Die richtigen Formalitäten wie Pixelgröße und verwendete Zeichen entscheiden oftmals darüber, wie Google rankt. Die maximale Länge des Produkttitels beträgt 70 Zeichen, wobei bereits die ersten beiden Wörter entscheidend sein sollten. Außerdem sollte das Artikelbild 800×800 Pixel vorweisen, auf denen das Produkt gut zu sehen ist und von sonstigen Informationen oder Werbeelementen absieht. 


2: Smarte Ads

Die Umstellung von standardisierten auf smarte Shoppingkampagnen ist ein echter Gamechanger. Obwohl der Algorithmus die Produkte zielgerichtet an die jeweiligen Personen ausspielt, erweitern smarte Ads die Schaltung auf Google-Werbenetzwerke und spielen sie innerhalb des Remarketings aus.


3: Zielgerichtete Kostenfestlegung

Wie bereits erwähnt, duellieren sich verschiedene Unternehmen oder Anbieter mit ähnlichen Produkten über das Gebotssystem von Google Shopping. Wer das höchste Gebot hat, wird ganz vorne gelistet. Der ROAS (Return on Ad Spend) bietet dabei eine wichtige Kennzahl und liefert Auskunft über den tatsächlichen Gewinn pro Werbeausgabe. Dementsprechend lohnt es sich je nach ROAS, das Click-per-Cost Gebot festzulegen, um ein hohes Google Ranking sicherzustellen. 


4: Bewertungen einschalten

Jeder kennt sie – die 5 Sterne von Google geben Auskunft von Käufern über deren Zufriedenheit mit dem Unternehmen oder den jeweiligen Produkten. Bei guten Bewertungen steigert sich automatisch das Vertrauen der Nutzer und die Wahrscheinlichkeit eines Kaufes bei deinem Unternehmen steigt. Die Bewertungen kannst du aus Google Rezensionen oder auch aus Drittanbieterquellen einfügen. 


Fazit

Google Shopping Ads sind ein täglicher Begleiter der Suchplattform und werden somit von sehr vielen Menschen gesehen. Deshalb lohnt sich grundsätzlich das Werben über Google enorm. Allerdings nur mit einem nötigen Kosten- und Zeitaufwand, um bestmöglich zu ranken. Außerdem verlieren deine Werbeanzeigen bei Google Shopping durch die gleiche Aufmachung aller Werbeanzeigen an Individualität. Und trotzdem überwiegt der große Vorteil der hohen Sichtbarkeit. Wenn du ein Startup hast und mit neuen Produkten den Markt erobern möchtest, dann bieten Google Shopping Ads eine gute Möglichkeit für die Werbeschaltung. Wenn du ein Startup hast, welches Produkte entwirft, die schon mit einer Vielzahl auf dem Markt vertreten sind, dann wird es schwer sich gegen die großen Firmen durchzusetzen.

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