Die richtigen Videoformate fürs Marketing

Du möchtest dein Marketing selbst in die Hand nehmen? Kein Problem, hier findest du das nötige Wissen für den ersten Kick-Off deines Unternehmens. Informieren dich sich zu Themen rund um Online Marketing und die Positionierung deiner Marke.

Videoformate
Videoformate

Videos dienen heute längst nicht mehr nur der Unterhaltung. Mehr oder weniger kurze Clips haben ihren Einzug ins Marketing gehalten und sind da als Teil der Strategie äußerst erfolgreich. Damit jedoch Imagefilme, Recruitingvideos, Werbeclips, Tutorials oder Produktvorstellungen als Bewegtbild von der Zielgruppe einwandfrei abgespielt werden können, ist die Wahl des passenden Videoformates von entscheidender Rolle. Welche Videoformate für welchen Einsatz passen, erklären wir hier.

 

Die erste Frage: Wo soll das Video zu sehen sein?


Retargeting ist eine Technik des Online Marketing. Hierbei geht es darum, Besucher deiner Webseite mit Werbeanzeigen erneut und gezielt anzusprechen. Diese Form der Werbung ist besonders effektiv, da sich die meisten Angesprochenen an die Interaktion mit deiner Webseite erinnern und oft auch daran, dass sie ein bestimmtes Produkt bei dir kaufen wollten.

Beim Facebook-Retargeting verwendest du die Daten der Besucher deiner Webseite oder deiner Kunden, um auf Facebook gezielte Werbeanzeigen zu schalten, wenn diese Personen auf dieser Social Media Plattform aktiv sind. Die Einrichtung von Facebook Remarketing Kampagnen ist in wenigen Schritten erledigt.

Aber bitte daran denken: Auf der Website muss ein deutlicher Cookie-Hinweis sowie eine Pixel-Verwaltung eingerichtet sein. Auf diese Weise kann der Nutzer dir beziehungsweise Facebook erlauben, seine Daten zu nutzen.

 

So richtest du das Retargeting ein


Eigentlich klar, dass nicht jedes Videoformat für jedes Endgerät taugen kann. Deshalb ist es zunächst mal wichtig zu entscheiden, wer das Video sehen beziehungsweise wo es dementsprechend ausgespielt werden soll.


Wichtig:
 Denn jedes Videoformat hat eine spezielle Bildwiederholungsrate und Farbtiefe, ein eigenes Filmformat und auch eine eigene Tonspur.


Diese vier Eigenschaften entscheiden einerseits, wie das Video letztendlich aussieht und andererseits, wie groß die Datei ist. Will man beispielsweise eine hohe Auflösung und eine hohe Bildwiederholungsrate, müssen mehr Informationen verarbeitet werden – und die Datei schwillt regelrecht an.

Zwar lassen sich alle Videoformate auch komprimieren. Diese Kompression allerdings geht nicht selten zu Lasten der Qualität.

Für einen Werbeclip im Fernsehen beispielsweise ist höchste Qualität auch in Sachen Auflösung gefragt. Dementsprechend hoch ist dann auch die Dateigröße. Ähnliches gilt für Filme, die auf DVD angeboten werden sollen, etwa ein umfangreiches Tutorial, möglicherweise noch in mehreren Teilen. Auch da ist eine große HD-Produktion mit Sicherheit sinnvoll.

Soll der Imagefilm oder das Produktvideo hingegen nur im Internet zum Beispiel auf dem Social Media Kanal oder auf der eigenen Homepage zu sehen sein, genügt ein Videoformat, das eine eher geringe Dateigröße aufweist. Gerade im Hinblick auf Smartphonenutzer macht das absolut Sinn. Zusammengefasst heißt das also, dass die verschiedenen Videoformate passend zum Endgerät gewählt werden sollten. Denn eine höhere Qualität bedeutet zwangsläufig auch eine höhere Dateigröße.

 

Die unterschiedlichen Videoformate im Einzelnen


Jedes Videoformat fasst die Informationen des Films in sogenannten Containern zusammen. Darin sind Videodaten ebenso enthalten wie die Ton- und Meta-Daten, Menüstruktur oder Untertitel. All diese Elemente werden erst dekodiert, wenn der Film abgespielt wird.


Ebenfalls wichtig zu wissen: 
Videoformate arbeiten zusätzlich mit sogenannten Codecs. Diese Funktion kodiert die Daten des Videos und bestimmt Art sowie Stärke der Komprimierung. Je aktueller (und stärker) der Codec ist, desto vielfältiger ist das Video einsetzbar. Und jedes Videoformat hat seinen eigenen Codec.

 

Und das sind die gängigsten Videoformate:

 

MPEG‑1

Filme, die in diesem mittlerweile veralteten Videoformat aufgenommen wurden, tragen die Endung .mpg oder .mpeg und zählten bereits in den 1980er-Jahren als Standard für Video CD’s. Das „Motion Picture Expert Group“-Format ist zugleich Container und Codec, wird auch heute noch von sehr vielen Geräten erkannt und genießt dadurch nach wie vor eine hohe Verbreitung. Der Nachteil ist allerdings, dass MPEG‑1 nicht HD-tauglich und die Videoqualität heute eigentlich nicht mehr akzeptabel ist.

 

MPEG‑2

Die Dateiendungen .mpg, .mpeg, .vob, .m2p und .ts deuten darauf hin, dass es sich bei  dem Video um die Weiterentwicklung des MPEG‑1 handelt. MPGE‑2 war früher die Basis für DVD’s und arbeitete mit dem schon umfangreicheren Codec H.262. Auch heute noch  gilt dieses Videoformat als Standard für DCD’s und ist dementsprechend weit verbreitet. Die Nachteile liegen in der hohen Dateigröße und in der eher niedrigen Kompressionsmöglichkeit.

 

MPEG‑4

Dieses äußerst flexible Videoformat – Endung .mp4 – ist perfekt geeignet für Videos, die im Internet gezeigt werden sollen. Die hohe HD-Bildqualität erlaubt aber auch die Wiedergabe auf Blu-Ray und sogar im HD-Fernsehen. Dabei benötigt MPEG‑4 nur eine geringe Speicherkapazität und kann mit mehreren  Codecs verwendet werden, wobei der übliche Standard H.264 ist. Weniger perfekt ist die Tatsache, dass dieses Videoformat eine hohe Rechenleistung zur Kodierung und Dekodierung beansprucht.

 

QuickTime

Apple entwickelte QuickTime als Standard für Programme zum Videoschnitt wie beispielsweise Adobe Premiere, Avid oder das Apple-eigene Final Cut. Die damit erstellten Videos enden auf .mov und lassen sich auf äußerst professionelle Weise schneiden und bearbeiten. Zur Verbreitung sind sie jedoch eher nicht geeignet, da nur wenige Endgeräte beziehungsweise Multimedia Wiedergabe-Programme QuickTime-Videos akzeptieren.

 

AVI

Audio Video Interleave verbindet Video- und Audiospuren direkt miteinander. Microsoft entwickelte dieses Programm für Videoformate, um QuickTime Paroli zu bieten, weswegen es auch heute noch auf vielen Windows-Betriebssystemen sowie bei den meisten digitalen Fotokameras zu finden ist.


Die relativ gute Bildqualität kostet allerdings eine Menge Speicherplatz
 – verglichen mit ASV- oder MPEG-Dateien bis zu 20 mal mehr!

Zwar ist dieses Problem inzwischen durch neuere Codecs wie DivX nicht mehr ganz so groß. Fehlende Möglichkeiten zum Streamen, nicht unterstützte Menüs und Kapitel sowie die Tatsache, dass korrekte Seitenverhältnisse nicht automatisiert gespeichert werden können, lassen .avi-Dateien jedoch immer noch eher im Laien-Bereich ihre Berechtigung finden.

 

ASV

Der große Vorteil dieses Microsoft-Videoformates ist seine Unterstützung „Digital Rights Managements (DRM)“. Dadurch ist der Kopierschutz von Videodateien sichergestellt. Die Dateikennung lautet entweder .asf oder .wmv, was darauf hindeutet, dass der WMV- Codec verwendet wird. Interessanterweise sind ASV-Dateien unter dem Kürzel WMV (Windows Media Video) bekannter.

Im Gegensatz zum veralteten AVI kann ASV mehr Informationen aufnehmen und verarbeiten, auch das Streamen funktioniert einwandfrei. Die Qualität der Videos ist sehr gut, auch die Kompression ist hoch genug. Zwar wird dieses Format nicht von allen Programmen und Geräten unterstützt, gerade für Veröffentlichungen im Internet aber ist es durchaus akzeptabel.

 

MKV

MKV heißt eigentlich Matroska und trägt seinen Namen in Anlehnung an die russischen Matroschka-Puppen. Sie lassen sich ineinander stapeln und sparen somit Platz – das gleiche will dieses Videoformat mit der Endung .mkv erreichen.

Zahlreiche Zusatzinformationen sowie viele unterschiedliche Codecs machen das Format besonders fürs Heimkino interessant. Die Videoqualität ist hervorragend, der Container ist äußerst flexibel und wartet mit einer hohen Kompressionsmöglichkeit auf. Je nach verwendetem Codec kann es allerdings auch zu Problemen mit einzelnen Endgeräten kommen.

 

HTML5

Entwickelt für die Verwendung mit dem gleichnamigen Webseiten-Standard ist das Format eine Weiterentwicklung von Matroska und gilt momentan als Optimum für Videos im Internet. Bekannt ist HTML5 wegen seiner Dateiendung .webm auch unter dem Namen WebM. Als Codecs werden VP8 und VP9 von Google genutzt.

Der große Vorteil: Bei der Verwendung mit HTML5 benötigt WebM keine zusätzlichen Plugins. Es gehört zu den platzsparendsten Videoformaten, liefert eine sehr gute Videoqualität sowie eine hohe Kompression und schont dabei auch noch den Prozessor des Rechners.

 

FLV

Flash Video wurde von Adobe speziell zur Wiedergabe von Videos im Internet entwickelt. Die großen Videoportale wie beispielsweise YouTube nutzen dieses Format hauptsächlich. Die Komprimierung der .flv-Dateien sorgt leider dafür, dass die Bild- und Tonqualität in der Regel leidet. Für den normalen Gebrauch außerhalb der Videoplattformen ist das Format deshalb höchstens sehr eingeschränkt zu nutzen. Dieser Nachteil sorgt dafür, dass FLV inzwischen flächendeckend durch HTML5- und WebM-Dateien ersetzt wird.

 

3GP

Einen unvergleichlich geringen Datenverbrauch ermöglicht das Videoformat 3GP. Entwickelt wurde es speziell zur Nutzung auf dem Smartphone beziehungsweise dem Tablet, wo das Argument des geringen Datenverbrauchs schließlich ein wesentlicher Faktor ist. Darum kommt dieses Videoformat im Standard UMTS (3G) zum Einsatz. Auch hier muss man beim Bild und Ton Abstriche machen, da die hohe Kompression, die zum Abspielen auf mobilen Geräten ideal ist, keine hohe Qualität zulässt.


Fazit: 
Sowohl für Windows als auch für Mac User empfehlen wir das MPEG-4-Format;  beim Systemwechsel ist keine Konvertierung nötig. MP4 ist optimal für Videos im Social Media-Bereich, da es stark komprimiert ist, wenig Speicher benötigt und daher hervorragend für mobile Endgeräte geeignet ist. Die meisten Apps unterstützen Videos in diesem Dateiformat, das zudem mit allen Schnittprogrammen problemlos bearbeitet und exportiert werden kann.

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