Ratgeber zur Social Media Konzept Erstellung

 

Unüber­legte, über­eilte und zufällig ent­stan­dene Mar­ke­ting­maß­nahmen haben wahr­schein­lich schon mehr Unter­nehmen geschadet, als sie jemals nützen können. Vor allem im Bereich des Social Media wird oft nach dem „Schrot­flin­ten­prinzip“ gear­beitet: Erst mal wild drauflos schießen, dann mal sehen, ob was dabei rum­kommt … Mit anderen Worten: Ohne durch­dachtes Kon­zept nützt der schönste Social Media Auf­tritt nichts! Wie das für dich aus­sehen kann und wie du den größten Nutzen daraus ziehst, zeigt dir unser Rat­geber zur Social Media Kon­zept Erstellung.

Die Must-haves in jedem Social Media Konzept

 

Im Kern soll die Social Media Arbeit dich, dein Unter­nehmen, deine Marke auf allen ver­füg­baren Kanälen so prä­sen­tieren, dass die User sich damit iden­ti­fi­zieren können und ein gutes Gefühl haben, wenn sie etwas von dir sehen. Dazu soll­test du dir im Vor­feld Gedanken dar­über machen, wie du die Maß­nahmen dazu koor­di­nierst und sinn­voll ein­setzt. Das ist eigent­lich auch schon der Beginn der Social Media Kon­zept Erstellung.

Im zweiten Schritt kannst du dir zur Stra­tegie fol­gende 6 Fragen stellen (und beantworten):

1. Wer ist die Ziel­gruppe, die ich errei­chen will?
2. Wel­chen Social Media Kanäle (Netz­werke) nutzt meine Ziel­gruppe am ehesten?
3. Welche Ziele will ich durch Social Media errei­chen?
4. Wie sollen die Erfolge ver­folgt und gemessen werden?
5. Welche Inhalte reprä­sen­tieren mich und meine Phi­lo­so­phie am besten?
6. Wie sieht die Social Media Arbeit meiner Mit­be­werber aus?

Die 7 Steps zur Erstellung deines Social Media Konzeptes

 Damit du dein Social Media Kon­zept sinn­voll und ziel­ori­en­tiert erstellen kannst, ohne dich zu ver­zet­teln, gibt’s hier eine kon­krete Schritt-für-Schritt-Anleitung.

1. Step: Deine Zielgruppe

Hier ist die Frage, an wen sich deine Bot­schaften, deine Wer­bung und deine Con­tents über­haupt richten. Jedes Pro­dukt und jede Dienst­leis­tung hat schließ­lich eine ganz eigene Ziel­gruppe, die vom Alter, Geschlecht, Fami­li­en­stand, Bil­dung, Beruf, Hobbys, Wohnort, Inter­essen oder Ein­kommen abhängig sein kann.

Zu Defi­ni­tion deiner Ziel­gruppe emp­fiehlt es sich, soge­nannte „Buyer Per­sonas“, also fik­tive Per­sonen anzu­legen. Gewis­ser­maßen einige „Ide­al­kunden“, über die du so viele Details wie nur mög­lich wissen solltest.

Hast du sämt­liche Infor­ma­tionen über diese Per­sonen gesam­melt, kannst du schon leichter erkennen, welche sozialen Netz­werke sie nutzen, ob sie sich grund­sätz­lich für dein Pro­dukt inter­es­sieren und ob sie über­haupt genü­gend Ein­kommen haben, um es auch zu bezahlen.

2. Step: Deine Social Media Ziele

Für ein funk­tio­nie­rendes Social Media Kon­zept gilt es her­aus­zu­finden, was du damit über­haupt errei­chen willst. Sprich: Du musst ein kon­kretes Ziel fest­legen. Das heißt, du soll­test einen ganz klar defi­nierten Punkt benennen können, an dem du mit deiner Social Media Arbeit inner­halb einer ebenso klar defi­nierten Zeit ange­kommen sein willst.

Tipp: Stecke das Ziel (oder die Ziele) bloß nicht uner­reichbar hoch. Gerade hier ist ein biss­chen Rea­lismus immer gut. Und vor allem darf der Weg hin zum Ziel nicht das geplante Mar­ke­ting­budget sprengen. Welche Ziele das sind, lässt sich natür­lich nicht pau­schal sagen. Einige Mög­lich­keiten können sein:

• Stei­ge­rung der Reich­weite
• Hand­lungs­be­reit­schaft erhöhen (Con­ver­sions)
• Kun­den­bin­dung stärken
• Bekannt­heit erhöhen
• Bran­ding stärken
• Kun­den­ser­vice ver­bes­sern
• Leads gewinnen
• Exper­ten­status festigen

3. Step: Dein Status Quo im Social Media Bereich

Was hast du bis jetzt schon auf wel­chen Social Media Kanälen unter­nommen, wo bist du über­haupt prä­sent, wie sind die bis­he­rigen Reaktionen?

An diesem Punkt kannst du dir gewis­ser­maßen den Spiegel vors Gesicht halten und ganz neu­tral beur­teilen, ob im Social Media Bereich alles so gelaufen ist, wie du es dir gewünscht hast – oder ob viel­leicht doch noch hier und da an der einen oder anderen Schraube gedreht werden kann und muss.

Dazu soll­test du auch reflek­tieren können, wie viel Arbeit du bisher in Social Media gesteckt hast und wie viele Fans, Fol­lower, Likes usw. du dadurch bekommen hast. Schau dir dafür auch die Posts an, die du schon ver­öf­fent­licht hast. Welche waren beson­ders erfolg­reich, welche kamen gar nicht gut an?

Auch eine kleine Kon­kur­renz­ana­lyse kann bei diesem Punkt ziem­lich hilf­reich sein: Was haben die anderen besser gemacht als du, was kannst du daraus lernen?

4. Step: Den pas­senden Social Media Kanal wählen


Wie weiter oben schon erwähnt, kommt es stark auf die Ziel­gruppe an, auf wel­chem sozialen Netz­werk oder anderem Kanal es sich für dich lohnt, aktiv zu werden. Neben der Ziel­gruppe ist aber auch der Con­tent selbst wichtig, den du laut deinem Social Media Kon­zept ver­öf­fent­li­chen willst.

Ist es bei­spiels­weise dein Ziel, mit gut gemachten Tuto­rials deinen Exper­ten­status zu fes­tigen, eignet sich You­Tube sicher besser als Snap­chat; Kun­den­ge­win­nung im B2B wird auf Xing garan­tiert eher gelingen als auf Facebook.

Es kommt also auf die Medi­en­for­mate an, die du ver­öf­fent­li­chen möch­test. Bilder, Video, Texte – für jedes Format eignet sich ein bestimmter Kanal besser als der andere. Achte aber auch hier darauf, dass du mit der Pro­duk­tion deiner Con­tents weder deinen zeit­li­chen noch deinen finan­zi­ellen Rahmen sprengst. Denn ein pro­fes­sio­nell gemachtes Image­video kostet nicht nur Geld, son­dern erfor­dert auch einen nicht uner­heb­li­chen Auf­wand, wäh­rend ein reiner Text­con­tent schneller geschrieben ist, dafür aber auch nicht überall punktet und ent­spre­chend recher­chiert sein muss.

5. Step: Die kon­kreten Maß­nahmen festlegen

Jetzt geht’s so langsam ans Ein­ge­machte. Denn das Social Media Kon­zept beinhaltet auch einen klaren Plan der ein­zelnen Posts und Maß­nahmen. Mach dir also Gedanken über fol­gende Punkte:

• Wie viel Geld möch­test (kannst) du inves­tieren, um deine Posts zu pro­moten? Und lohnen sich Social Media Ads in deinem Fall überhaupt?

• Bewegt­bild, Fotos, Ads, Text … wel­ches Con­tent­format passt am besten zu dir und deinem Unter­nehmen? Oder lohnt sich ein Mix aus den Möglicheiten?

• Wie sprichst du deine Fol­lower dabei an? Auf Xing ist das „Sie“ eher üblich, Twitter und Face­book stehen auf das „Du“ als Ansprache.

• Wann ist deine Ziel­gruppe auf wel­chem Kanal aktiv? Davon ist der Zeit­punkt des Postings abhängig.

• Wer über­nimmt (und hat die Zeit dafür) die Betreuung des Social Media Kanals? Das beinhaltet auch auf die Kom­men­tare der Fol­lower zu reagieren, Fragen zu beant­worten etc.

6. Step: Die Ana­lyse deiner Maßnahmen

Damit du ein rea­lis­ti­sches Bild von Auf­wand und Nutzen deiner Social Marketing Maß­nahmen erhältst, ist eine mög­lichst genaue Ana­lyse aller Tätig­keiten, Erfolge und Miss­erfolge grund­le­gend wichtig.

Nur so kannst du erkennen, welche Hebel du ziehen musst, um deine Posts und Ads zu opti­mieren, damit sie eine bes­sere Per­for­mance bekommen. Hilf­reich ist dabei auch immer wieder ein Blick auf die Kon­kur­renz: Wie hat Post XY bei ihnen ver­formt, warum hat Post AB bei mir nicht so geklappt?

7. Step: Die Doku­men­ta­tion deiner Kampagnen

Am Ende des Tages willst du natür­lich wissen, was die ganze Arbeit dir gebracht hat. Von ele­men­tarer Bedeu­tung ist des­halb eine genaue Doku­men­ta­tion all der Tätig­keiten. Wann hat wer was wo ver­öf­fent­licht, welche Ergeb­nisse hat der Post gebracht, sind die Ziele erreicht worden?

Das kann durchaus einen ziem­li­chen Ver­wal­tungs­auf­wand nach sich ziehen. Des­halb ist es immer zu emp­fehlen, dafür von vorn­herein jemanden zu bestimmen, der für die Doku­men­ta­tion ver­ant­wort­lich ist.

Wer nutzt welche Social Media Kanäle?

 Es macht wirk­lich keinen Sinn, bei­spiels­weise einen infor­mellen Post auf You­Tube hoch­zu­laden. Das ist schließ­lich eine Video­platt­form, und die Nutzer wollen Bewegt­bilder sehen. Darum ist es immens wichtig zu wissen, wel­cher Kanal von wel­cher Ziel­gruppe genutzt wird, um die Social Media Kon­zept Erstel­lung dahin­ge­hend zu optimieren.

Die wichtigsten Social Media Kanäle und ihre Nutzer sind:

 

Face­book wird von 78 % der 14- bis 29-Jäh­rigen und 69 % der 30- bis 49-Jäh­rigen genutzt. Infor­ma­tive Bild- oder kurze Video­posts vor allem aus den Bran­chen E-Com­merce, Ein­zel­handel, Ser­vices und Beauty sind hier willkommen.

Twitter baut auf kurze, schnelle Text­nach­richten. Der Groß­teil der Nutzer (48 %) ist zwi­schen 18 und 34 Jahre alt.

Insta­gram lebt von Bil­dern und (sehr) kurzen Videos. Beliebt sind hier die Busi­ness­be­reiche Auto, Fashion, Acces­soires und Beauty. Die Nutzer sind haupt­säch­lich Männer im Alter zwi­schen 18 und 24 Jahren.

You­Tube ist die ideale Platt­form, wenn es um Image­vi­deos, Bewegt­bild­an­lei­tungen oder Tuto­rials geht. Die Alters­gruppe der User liegt hier bei 25 bis 44 Jahren.

Lin­kedIn punktet vor allem für Unter­nehmen aus der IT-Branche, Dienst­leis­tungen, Auto­mo­bil­wesen, For­schung und Banken/Versicherungen. Der Alters­durch­schnitt liegt hier bei 35 bis 49 Jahre. Bes­tens geeignet ist diese Platt­form zum Recrui­ting neuer Mit­ar­beiter und zum Knüpfen inter­na­tio­naler Businesskontakte.

Snap­chat wird haupt­säch­lich von der Ziel­gruppe der 14- bis 29-Jäh­rigen genutzt. Themen rund um Acti­ve­wear, Beauty und Fashion sind hier beson­ders beliebt.

Xing ist ideal, um Bran­chen­kon­takte zu gene­rieren oder Fach­kräfte vor allem aus den Berei­chen Dienst­leis­tung, Indus­trie und Medien auf sich auf­merksam zu machen. Die Platt­form wird haupt­säch­lich von Unter­nehmen und Selbst­stän­digen im Alter von 30 bis 69 Jahren genutzt.

Fazit: Die Social Media Kon­zept Erstel­lung ist das Fun­da­ment all deiner Maß­nahmen im Netz. Arbei­test du hier nicht sorg­fältig, wird früher oder später alles in sich zusam­men­fallen wie ein lieblos auf­ge­bautes Kartenhaus.

Nimm dir also viel Zeit für Erstel­lung des Kon­zeptes, ana­ly­siere deine Ziel­gruppe, ihre Gewohn­heiten, dein Budget und deine Mög­lich­keiten genau. Finde heraus, was wirk­lich zu dir passt – dann wird deine Stra­tegie auch Erfolg haben!

Bei­trags­emp­feh­lung: “Mit­hilfe von Insta­gram Fol­lower zu Kunden machen”

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