Content Recycling – verwende Inhalte im Netz nachhaltig

Content Recycling
Content Recycling

„Alte“ Inhalte neu aufzuwerten spart nicht nur finanzielle und zeitliche Ressourcen, sondern hilft auch beim Ausbau der eigenen Content-Strategie. Man erreicht neue Benutzergruppen und erweitert sein Publikum, indem man zusätzliche Formate und Distributionsplattformen in sein bestehendes „Content-Netz“ integriert. Auch die eigene Reichweite kann sich erheblich steigern. In diesem Beitrag verraten wir dir, wie du deine bestehenden Inhalte neu verwerten und gleichzeitig nachhaltig davon profitieren kannst.

 

Was bedeutet Content Recycling?

Nachhaltigkeit ist wichtig – sogar innerhalb deines Content-Marketing-Prozesses. Den eigenen Content recyceln bedeutet nichts anderes, als bestehende Inhalte in neue Formate zu transformieren. Der Kern von Content Recycling ist die modulare Zerlegung umfangreicher Stücke in sogenannten „Micro-Content“, der im Anschluss neu kombiniert wird.

 

Warum sollte ich Content Recycling anwenden?

Eine beständige Erstellung von hochwertigen Beträgen und Posts geht mit einem hohen Aufwand an Ressourcen einher – sowohl zeitlich als auch finanziell. Ergänzend dazu liegt es in der Natur von Content, das dieser altert. Selbst der tiefgründigst recherchierte Blogartikel verliert irgendwann an Relevanz, wenn er nicht neu aufbereitet wird. Content Recycling hilft dir somit dabei, mühevoll produzierte und recherchierte Beiträge neu aufzubereiten und an die Bedürfnisse der Leserschaft anzupassen.

 

Wie gehe ich beim Content Recycling vor?

Um deinen Content nachhaltig wiederzuverwerten, gehst du am besten strategisch vor. Starte damit, vorhandene Inhalte zu analysieren bzw. zu filtern und nach folgenden Kennzahlen zu messen: 

 

  1. Traffic: Welche Inhalte haben in der Vergangenheit die meisten Besucherzahlen gebracht?

  2. Ranking: Welche deiner Inhalte sind in den Suchmaschinen gut sichtbar (d.h. auf den ersten Anzeigeseiten) und wie hoch ist die Klickrate?

  3. Backlinks: Welche Inhalte haben die meisten qualitativ hochwertigen internen Links enthalten und wurden am häufigsten geteilt?
     

  4. Leads: Gibt es Content, der eine besonders hohe bzw. niedrige Conversion Rate aufweist, wenn es um Lead Generierung geht? Beide Fälle bieten dir die Möglichkeit für Content Recycling.

  5. Umsatz: Verknüpfe dein Content-Marketing mit direkten Umsatzzielen.

 

Wann ist die Produktion neuer Inhalte sinnvoll und wann nicht?

Wie bereits angesprochen, kannst du durch die Neuaufbereitung deines Inhalts finanzielle und zeitliche Ressourcen sparen. Weniger Sinn macht es jedoch, Nachrichtenbeiträge, die mit der Zeit an Relevanz verlieren sowie Unterhaltungsbeiträge, die oft vom Moment und von einem bestimmten Medium leben, wieder aufleben zu lassen. Hier ist es sinnvoll, neue Inhalte zu produzieren, indem du aktuelle Neuigkeiten diskutierst oder neue Formen der Unterhaltung erschaffst. Das kannst du nach Belieben an deine Content-Strategie anpassen.

 

Welche Arten von Überarbeitungsansätzen gibt es?

Nicht jeder Inhalt kann neu aufbereitet werden. Um Inhalte zu identifizieren, die ein Recycling-Potenzial in sich tragen, ist eine detaillierte Analyse notwendig (siehe Kennzahlen oben). Entscheidend ist immer, dass die Inhalte für deine Zielgruppe(n) eine gegenwärtige Relevanz besitzen. Nur zeitloser Content in hoher Qualität kommt für eine sinnvolle Wiederverwertung infrage. Ein Mindestmaß an thematischer Tiefe muss somit vorhanden sein, um neue Abzweigungen zu erstellen. Bei der Suche durch dein Content-Archiv kannst du mit verschiedenen Methoden arbeiten. Zwei davon stellen wir dir im Folgenden vor:

 

Das Pareto Prinzip bzw. die 80/20-Regel

Diese Formel besagt, dass 80% des Erfolgs durch 20% der eingesetzten Mittel erklärt werden können. Dies bedeutet auf die Inhaltsebene übertragen, dass 20% des Contents ca. 80% des Traffics bewirken. Dabei handelt es sich um die beliebtesten Inhalte. Dieser lässt sich bestimmen, indem du die Performance prüfst. Die Analytics des dazugehörigen Mediums geben Auskunft darüber. 

Das Pareto Prinzip

 

Lean Startup-Methode

Hierbei wird das Pareto-Prinzip integriert, wobei wenig Zeit für Planung und Konzeption „verschwendet“ wird. Man arbeitet hierbei mit einem festgelegten Schema, welches sich im ersten Schritt aus einer hypothesenbasierten Content-Erstellung ergibt. Dabei produziert man Inhalte, von denen man glaubt, dass sie funktionieren. Die eigenen Ziele sowie die unserer Zielgruppen werden berücksichtigt – man hat aber im Zuge dessen die 80/20-Regel im Blick. 

Im zweiten Schritt kommt es zu einer datengetriebenen Content-Analyse, bei der die Hypothese anhand konkreter KPIs validiert wird – also Traffic/Klicks, Nutzerverhalten, Interaktionen, Conversion etc. Hierbei wird dann deutlich, wann dein Content erfolgreich ist und wann nicht.

Im letzten Schritt, dem Continuous Learning, leitest du aus den Ergebnissen konkrete Learnings und Verbesserungsvorschläge ab, die du bei der Neuumsetzung berücksichtigst und so die Chancen auf einen erneuten Erfolg steigerst.

Lean Startup Methode

 

Die Schritte des Content-Recycling-Prozesses

Genug über die Theorie gesprochen – nun schauen wir uns das Ganze in der Praxis an. Bei der Wiederverwertung vorhandener Inhalte gehst du ähnlich vor wie bei der Produktion neuer. Der einzige Unterschied dabei ist, dass du dich bereits auf erste Performance-Daten berufen kannst, die du nun weiter optimieren solltest.

 

Relevanzprüfung: Hierbei geht es um die Prüfung der Passgenauigkeit – passt mein Inhalt zur Suchintention des Nutzers? Sind die Informationen noch relevant und aktuell? Passen die Inhalte noch zu meinen strategischen und operativen Zielen?

 

Marktanalyse: Wirf hierbei einen Blick auf deine Wettbewerber. Welche Themen bereiten sie wie und mit welchem Erfolg auf? Welche Schlüsse kann ich für mein Business ziehen und wie kann ich deren Top-Inhalte noch besser aufbereiten?

 

Datenprüfung: Hier legst du deinen Fokus auf die Performance und bewertest deine Beiträge aufgrund eines unter- bzw. überdurchschnittlichen Abschneidens.

 

Hypothesenbildung: Fasse hiermit deine geplanten Änderungen sowie die zu erwartenden Auswirkungen zusammen, um diese später besser messen zu können.

 

Content-Überarbeitung: Nun geht es an den eigentlichen Prozess. Achte darauf, dass die Überarbeitung stets mit der Option den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen erfolgt, sollte die Performance schlechter sein als erwartet.

 

Erfolgsmessung: Der letzte Schritt macht deine Überarbeitung messbar und gibt dir Klarheit, warum sich welche Veränderungen positiv oder negativ ausgewirkt haben. Dieser Schritt bietet die Option zu weiteren Optimierungen.

 

Recycling, Republishing und Refurbishing

Es gibt tatsächlich noch weitere Formen, deine Inhalte effizient wiederzuverwerten. Welche Art und Weise die beste ist, hängt von deinem bisherigen Content ab und was bzw. wen du zusätzlich zu deinen vorhandenen Zielen erreichen möchtest. 

Beim Content Republishing werden Inhalte weitestgehend unverändert wiederveröffentlicht, die bereits seit Jahren im Archiv verschwunden sind. Das kann Sinn machen, wenn ein Thema wieder an Relevanz gewinnt. Beachte jedoch, dass die darin enthaltenen Fakten auch die aktuellen Bedürfnisse widerspiegeln. 

Beim Content Refurbishing werden kleinere Änderungen bzw. Anpassungen vorgenommen. Das kann bereits eine Aktualisierung veralteter Daten und Quellen oder der visuellen Gestaltung innerhalb des Beitrags sein. 

Das Content Recycling zielt – wie bereits erläutert – auf die Transformation vorhandener Inhalte in neue Formate ab. Das kann beispielsweise eine Zusammenfassung mehrerer themenverwandter Blogartikel zu einem E-Book sein oder die Erweiterung eines Artikels in einen Podcast oder in ein Video. Während man einzelne Beiträge zu einem großen Ganzen formatieren kann, lassen sich auch große Content-Blöcke zu einzelnen „Micro-Content-Modulen“ zerlegen.

 

Fazit

Dein zukünftiges Content Recycling ist eine wirkungsvolle Methode, um funktionierende Inhalte weiter auszuschöpfen und Ressourcen zu sparen. Besonders Unternehmen mit wenig Zeit und Budget können davon profitieren. Gehe bei deinem Content Recycling strategisch vor: Welche Inhalte haben am besten performt und wie kann ich diese in weitere Themenfelder unterteilen? Achte bei der Überarbeitung auch auf deine internen Links – eventuell lassen sich neue, aktuellere Verweise integrieren. Auch die visuelle Gestaltung gibt genügend Spielraum innerhalb deines Recycling-Prozesses. Veraltete Informationen innerhalb der Beschreibungen lassen sich durch neue Keywords ersetzen und führen so zu einer noch besseren Sichtbarkeit

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